Rom – die ewige Stadt

Der Gründungssaga der Stadt zufolge wurde Rom im Jahre 753 v. Chr. von Romulus auf einem der östlich des Flusses Tiber gelegenen sieben Hügeln gegründet. Tatsächlich aber existierten bereits 1000 v. Chr. menschliche Siedlungen in dieser Gegend, die im im Jahre 800 v. Chr. zu der Stadt Rom zusammengefasst wurden. Rom konnte in den folgenden Jahrhunderten seinen Einflussbereich immer weiter aus, konnte sich lange als Herrscher über große Teile Südost- und Westeuropas, Nordafrikas und dem Nahen Osten behaupten. Die Stadt Rom blieb das Herz dieses riesigen Reiches, war aber auch darüber hinaus wichtiges Zentrum der damals bekannten Welt. Bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. hatte sie über eine Millionen Einwohner, galt schlechthin als Ort der Zivilisation. Davon zeugen noch heute unzählige z.T gut erhaltene Bauwerke und Monumente. Sie erlauben spannende Einblicke in das politische, soziale und kulturelle Leben der antiken Stadt. Neben der antiken Seite ist Rom auch als Zentrum des Katholizismus bekannt, was sich durch die vielen prachtvollen Kirchen und nicht zuletzt der Vatikanstadt bemerkbar macht. Es überrascht also nicht, dass sich Städtereisen nach Rom nach wie vor einer großen Beliebtheit erfreuen. Reisende, die sich in den Bann der Stadt ziehen lassen wollen, sollten dabei unbedingt an den folgenden zehn Sehenswürdigkeiten halt machen (alphabetisch sortiert):

Rom - Circus Maximus

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Circus Maximus

Mit einer Länge von 600 Metern und einer Breite von 140 Metern war der Circus Maximus der größte Circus des antiken Roms. Genutzt wurde er als Austragungsort für Wagenrennen. Seine Ursprünge liegen bereits im 7. Jahrhundert v. Chr., als das Sumpfgebiet des Murciatals für Wettkämpfe trocken gelegt wurde. Erst unter Kaiser Caeser wurden Sitzstufen aus Marmor eingebaut, sodass etwa 145.000 Besucher Platz nehmen konnten. Der Circus Maximus wurde in den folgenden Jahrhunderten dann immer weiter ausgebaut bis er im 4. Jahrhundert n. Chr. mit 385.000 Plätzen seinen maximalen Ausbaustand erreichte.

Forum Romanum

Rom - Forum Romanum

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Ein typischer Bestandteil römischer Städte waren die Foren. Es handelte sich hierbei um öffentliche Plätze, die das Zentrum des kulturellen, politischen und religiösen Lebens bildeten. Das älteste römische Forum war dabei das Forum Romanum, dessen Ursprung im sechsten Jahrhunderts v. Chr. liegt. Übrig geblieben sind heute noch Ruinen. Doch sind sie sehr eindrucksvoll und verraten Interessantes über die antike Architektur.

Rom - Kapitolsplatz

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Kapitolsplatz

Der Kapitolsplatz, die Piazza del Campidoglio, ist der zentrale Platz auf dem kapitolinischen Hügel (das ist der kleinste von den sieben Hügeln Roms). Besuchern fallen sofort die bronzene Reiterstatue vom Kaiser Mark Aurel ins Auge und das einprägende Pflaster auf dem Boden, das sternförmig wie Strahlen von dieser wegführen. Der Platz wurde im 16. Jahrhundert von Michelangelo im Auftrag des Papstes Paul III gestaltet.

Kolosseum

Rom - Kolosseum

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Als wichtiges Wahrzeichen Roms gilt das zwischen 72 und 80 n. Chr. erbaute Kolosseum, das mit einem Umfang von 527 und einer Höhe von 48 Metern das größte antike Amphtitheater der Welt ist. Etwa 50.000 Besucher fanden hier Platz. Heute vorwiegend als Austragungsort blutiger Gladiatorenkämpfe bekannt, fanden hier auch nachgestellte Seeschlachten satt. Denn den Boden des Kolosseums bildeten Holzdielen, die bei Bedarf entfernt werden konnten. Auf die Weise konnte es mit Wasser geflutet werden.

Rom - Monumento Vittorio Emanuele II

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Monumento Vittorio Emanuele II

Ein besonders imposantes Bauwerk, das sich kein Besucher der Stadt Rom entgehen lassen sollte, ist das Monumento Vittorio Emanuele II. Das zwischen 1885 und 1927 errichtete Nationaldenkmal wurde Vittorio Emanuele II, dem ersten König des neuen vereinten Italiens, sowie der Reichsgründungsbewegung (Risorgimento) gewidmet. Besonders eindrucksvoll sind die zwölf Meter hohe Skulptur des Königs und die großen Marmortreppen.

Rom - Pantheon

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Pantheon

Errichtet auf dem Marsfeld um 125 n. Chr. als Tempel für alle Götter, wurde das Pantheon im im Jahre 609 n. Chr. schließlich zu einer Kirche umfunktioniert. Charakteristisch für das Pantheon ist seine Kuppe, die eine Öffnung aufweist. Sie hat einen Durchmesser von 43 Meter hat und war damit etwa 1700 Jahre die größte Kuppel weltweit. Das Pantheon gehört zu den am besten erhaltenen Monumenten der Antike.

Rom - Petersdom und Petersplatz

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Petersdom und Petersplatz

Mitten in Rom steht der Petersdom, der mit einer Fläche von 15.160 m² zu den größten Kirchengebäuden der Welt gehört. Etwa 20.000 Menschen finden im inneren des zentralen Heiligtums der römisch-katholischen Kirche Platz. 537 Stufen führen zu der eindrucksvollen Kuppel der Kirche. Von hier erhält man einen wundervollen Ausblick auf Rom und den Petersplatz. Dieser wurde im Jahre 1657 vor dem Dom angelegt. Er weist elliptische Form auf und wird von imposanten Säulen umrahmt.

Rom - Spanische Treppe

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Spanische Treppe

Die Spanische Treppe gehört zu den bekanntesten Freitreppen weltweit. Der deutsche Name leitet sich übrigens von der Piazza di Spagna ab. Das ist der Platz, der am Fuß der Spanischen Treppe liegt. Im Italienischen heißt sie Scalinata di Trinità dei Monti. Sie wurde Mitte des 17./Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut, um den Zugang zur Kirche Trinità dei Monti zu ermöglichen. Denn vorher befand sich zwischen Kirche und dem Platz ein bewachsener Hang. Die Spanische Treppe gilt heute als äußerst populärer und lebendiger Treffpunkt von sowohl Touristen als von Einwohnern der Stadt.

Rom - Trevi-Brunnen

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Trevi-Brunnen

Der beliebteste Brunnen Roms ist die Fontana di Trevi, der Trevi-Brunnen, der auch weit über die Stadtgrenzen bekannt ist. Er ist etwa 26 Meter hoch und 50 Meter breit, was ihn gleichzeitig zum größten Brunnen der Stadt macht. Der Trevi-Brunnen wurde zwischen 1732 und 1762 im spätbarocken Stil errichtet. Besucher sollten sich nicht über Menschen wundern, die Münzen über ihre rechte Schulter in den Brunnen werfen: Einer Legende nach bringt das nämlich Glück. Die Stadt Rom dürfte sich im Übrigen sehr darüber freuen. Schätzungen zufolge spülen die Münzen jährlich etwa 200.000 Euro in die Stadtkasse ein.

Vatikanische Museen und Sixtinische Kapelle

Rom - Vatikanisches Museum

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Kunstliebhaber sollten bei ihrem Rombesuch unbedingt die Vatikanischen Museen aufsuchen. Diese beherbergen die päpstlichen Kunstsammlungen, die zu den größten und auch wichtigsten Sammlungen weltweit gehören. Hier finden sich Kunstschätzen aus den unterschiedlichsten Epochen und Kulturregionen wie aus der Antike, aus dem Orient oder frühchristlichen Epoche. Für einen Besuch sollte indes sehr viel Zeit eingeplant werden: Die Museen verfügen über 1.300 Räume, die auf zwölf Komplexe verteilt sind. Insgesamt sieben Kilometer müssen für einen Rundgang zurückgelegt werden. Bekanntester Teil der Museen ist die Sixtinische Kapelle, bei der auch die Konklave abgehalten wird.