Venedig – die Stadt der Brücken

Kaum eine andere Stadt im Nordosten Italiens ist so beliebt wie Venedig. Vor allem das historische Zentrum übt auf viele Touristen eine magische Anziehungskraft aus, immerhin erstreckt es sich über mehr als 120 Inseln und liegt in der Lagune – ein weitgehend abgetrennter Meerbusen im Norden des Adriatischen Meeres.

Die Sehenswürdigkeiten

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Tatsächlich ist Venedig jedoch die Stadt der Liebenden und der Gondelfahrer, der Muschelfischer und der Wassertaxis. Vor allem frisch verliebte Pärchen unternehmen in der Regel eine Bootsfahrt auf dem Canale Grande, der wie eine Schlange durch die Stadt schleicht, um vom Wasser aus die geschwungenen Brücken und alten Häuser zu bewundern, die auf Stelzen stehen. Doch wie entstand eigentlich die Stadt der Brücken?

Die Entstehungsgeschichte von Venedig

Vor vielen Jahrhunderten musste eine Gruppe von Menschen aus Norditalien fliehen, weil sie von den Hunnen und Germanen gejagt wurden. Um sich vor den Feinden zu schützen, retteten sich die Flüchtlinge im 5. Jahrhundert in die Lagune und kamen auf die Idee, den schlammigen Grund mit Baumpfählen zu bestücken, um ihn zu festigen – der Grundstein für Venedig war gelegt.

Heute steht die historische Stadt auf Millionen von Baumstämmen. Verbunden werden die 118 Inseln durch über 400 Brücken, sodass ein großes Gewirr aus engen Gassen, Kanälen und Plätzen entsteht, das Venedig bildet. Welche Sehenswürdigkeiten – neben den Brücken – sonst noch bewundernswert sind (zu Fuß wie auch vom Wasser aus), wird in den folgenden Absätzen verraten.

Venedig und seine schönsten Ecken

1. Der Markusplatz (Piazza San Marco): Er gehört zu den bekanntesten Orten Venedigs und wurde von der Markuskirch, dem Dogenpalast und dem Campanile maßgeblich geprägt. Auch als „der schönste Festsaal Europas“ bezeichnet gewährt der Piazza San Marco (siehe Foto) tiefe Einblicke in die komplizierte Struktur der Stadt – wenn er nicht gerade von Hochwasser überflutet wird.

Der Markusplatz in Venedig

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2. Santa Maria Gloriosa dei Frari: Auch als „Frari“ bekannt steht diese Franziskanerkirche für den größten und bedeutendsten Sakralbau Venedigs gotischen Ursprungs. Sie gibt nicht nur verschiedene  Kunstwerke Preis (u.a. zwei Hauptwerke Tizians), sondern erhielt den Ehrentitel einer päpstlichen Basilica minor – im Jahre 1926.

3. Canal Grande: Hierbei handelt es um die fast 4.000 Meter lange Hauptwasserstraße der Lagunenstadt, welche das Rückgrat Venedigs bildet. Wer den Kanal (siehe Foto) mit einem städtischen Wasserbus oder einer Gondel hinunterfährt, kommt nicht nur an sechs Brücken vorbei, sondern auch an schätzungsweise 300 Häusern, Palästen und Kirchen.

Der Kanal von Venedig

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4. Gallerie dell’Accademia: Natürlich fehlt es in Venedig nicht an Museen – so ist dieses bekannt für seine 24 Säle, die verschiedene Einblicke in die venezianische Kunst vom 14. bis zum 18. Jahrhundert gewähren. Zudem beherbergt die Gallerie dell’Accademia großformatige Gemälde von Vittore Carpaccio, die sich dem Leben der Lagunenstadt (um 1500) gewidmet haben.

5. Carnevale di Venezia: Wer es schafft, die Lagunenstadt während der Karnevalszeit zu besuchen, der wird zwei Tage lang aus dem Feiern nicht mehr rauskommen. Von aufwendigen Gewändern über einfallsreiche Masken bis hin zu ausgelassenen Partys wissen die Italiener ganz genau, wie man Karneval feiert. Selbst die Paläste werden prunkvoll in Szene gesetzt.